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Amely Deiss über den Audi Kunstraum

Der Audi Kunstraum, eine Ausstellungsfläche in der internen Fahrzeugauslieferung im Audi Forum Ingolstadt, hat vor wenigen Tagen seine neue Ausstellung „Vera Molnar – Innovations“ eröffnet. Die Kuratorin der Stiftung, Amely Deiss, gibt uns einen Einblick in die Entstehung der Ausstellung.

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Der Audi Kunstraum hat vor wenigen Tagen seine neue Ausstellung „Vera Molnar – Innovations“ eröffnet. Seit 2011 wird auf der Ausstellungsfläche in der internen Fahrzeugauslieferung im Audi Forum Ingolstadt  Kunst  „erfahrbar“ gemacht – für Mitarbeiter, Kunden und Kunstliebhaber. Audi ist Gründungsmitglied der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt, einer in Deutschland einzigartigen Einrichtung zur lebendigen Auseinandersetzung mit den Werken bedeutender Künstler und Designer. Die Kuratorin der Stiftung, Amely Deiss, gibt uns als Zuständige für die Konzeption der Ausstellung einen Einblick in deren Entstehung.

Die Organisation der Ausstellung war sicher sehr umfangreich. Erlauben Sie uns einen kleinen »Blick hinter die Kulissen«? Was war das Besondere an der Vorbereitung?

Der Kontakt zur Künstlerin und die Beschäftigung mit ihrem Werk waren und sind im Augenblick besonders intensiv: Im März eröffnete in Eger in Ungarn, dem Heimatland der Künstlerin, eine große Überblicksschau, und Mitte Juni beginnt im französischen Rouen eine weitere Retrospektive, zu der auch ein umfangreicher Katalog erscheint. Beide Ausstellungen erhielten wichtige Leihgaben von unserer Stiftung aus Ingolstadt, so dass wir uns mit den Kollegen genau absprechen mussten, in welchem Haus welche Arbeiten gezeigt werden können.

Die Herausforderung bei einem so kleinen Ausstellungsraum wie dem Kunstraum ist es, mit einigen wenigen ausgesuchten Werken das Oeuvre eines Künstlers oder einer Künstlerin so vorzustellen, dass der Betrachter wesentliche Inhalte hier schon versteht – und darüberhinaus Lust bekommt, sich noch weiter mit dieser Kunst auseinanderzusetzen.

Wenn Sie die Künstlerin Vera Molnar mithilfe einer Zeichnung beschreiben müssten, wie würde das Bild in etwa aussehen?

Ich bin keine gute Zeichnerin, aber zum Glück darf ich mich hier auf die Beschreibung mit Worten beschränken. Das Bild wäre in jedem Fall sehr frisch und strahlend und würde wohl die meisten Betrachter gleich für sich einnehmen. Vera Molnar, eine 88jährige Wahl-Pariserin mit ungarischer Herkunft, Hochsteckfrisur, leuchtenden Augen hinter dicker Hornbrille und einer Vorliebe für die Farbe Rot, strahlt so viel Energie und Lebensfreude aus, dass man davon eigentlich unweigerlich angesteckt werden muss. Ihr so schöner, prägnanter ungarischer Akzent könnte im Bild zwar leider nicht dargestellt werden – vielleicht aber ihre humorvolle, selbstironische Art.

Die Kombination Kunst und Audi erzeugt spannende Momente. Wie lassen sich diese Welten miteinander verbinden?

Die Situation im Kunstraum ist ja eine ganz besondere. Wir stellen hier in einem Rahmen aus, in dem vor allem Mitarbeiter von Audi hochkarätiger Kunst begegnen können, ganz zwanglos und ohne die Barrieren, die der übliche Kunstbetrieb häufig mit sich bringt. Wir bringen dadurch die Kunst direkt zu den Menschen, was eine schöne Erfahrung ist. Ich denke, diese Offenheit und auch Neugierde von Audi gegenüber der Kunst macht die Zusammenarbeit so interessant und fruchtbar für beide Seiten.

Was soll dem Besucher besonders in Erinnerung bleiben?

Dass es eine interessante, bereichernde, beglückende Erfahrung sein kann, sich mit Kunst auseinanderzusetzen. Und vielleicht wird bei dem einen oder anderen Besucher die Neugierde auf weitere Begegnungen mit Kunst geweckt, und er bekommt Lust, sich zukünftig auch andere Ausstellungen anzuschauen. Dann können wir uns doch alle glücklich schätzen.

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