Eine virtuelle Reise

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi TTS Coupé: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,4 – 8,2; CO2-Emission kombiniert in g/km: 192 – 187;
Audi A4: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,4 – 7,3; CO2-Emission kombiniert in g/km: 170 – 166;
Audi S5: Coupé Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,4 – 7,3 l/100 km. CO2-Emissionen kombiniert: 170 – 166 g/km.;
Audi Q7: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,2 – 5,5; CO2-Emission kombiniert in g/km: 163 – 144;
Audi R8: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,3 – 11,4; CO2-Emission kombiniert in g/km: 287 – 272 .
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Technik-Highlight auf dem TechDay Connectivity: Mit dem Audi auf den Mond

Ob virtuell oder real: Blogger Robert Basic hat auf dem TechDay Connectivity die aktuellen Technik-Highlight im Bereich des vernetzten Fahrens unter die Lupe genommen. Mithilfe einer VR-Brille schickte er einen Audi auf den Mond und testete völlig gefahrlos im echten Auto den Notbremsassistenten.

Neil Armstrong betrat am 21. Juli 1969 mit den berühmten Worten “Dies ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer für die Menschheit” den Mond. Ein gutes halbes Jahrhundert später kann es nun jeder mitsamt einem Audi-Modell seiner Wahl Neil Armstrong einfach so gleichtun.

Ist das ein billiger Scherz? Nein! Mehr als eine 3D-Brille von Oculus Rift oder HTC Vive braucht es nicht. Leider geht das noch nicht von zu Hause aus. Man muss schon einer der Audi-Cities (Berlin, London, Paris, Istanbul, Moskau, New York oder Shanghai) einen Besuch abstatten, um tatsächlich einen völlig individuell konfigurierten Audi in Wunschfarbe auf dem Mond in Augenschein zu nehmen.

Audi in 3D erleben

Dabei kann der Kunde um den Audi völlig frei herumspazieren, ihn von innen begutachten, sogar ein Blick in das Innenleben des Motors ist machbar. Wie sich ein Audi TTS auf dem Mond anhört? Motor anlassen und lauschen. Wer will, kann natürlich auch in ein Szenario auf der Erde wechseln.
Der Einsatz derartiger Präsentationstechniken ist im Grunde nur logisch. Moderne Autos verfügen über immer mehr Assistenzysteme und Features, die man auf den ersten Blick kaum fassen, noch wirklich verstehen kann. Wer möchte schon ernsthaft austesten, ob das Notbremssystem funktioniert? Audi ist daher seit einiger Zeit dazu übergegangen, seine Händler einer echten 3D-Erfahrung auszusetzen.

Im virtual experience Auto kann man den Notbremsassistent erfahren.

Fahrtraining mit Virtual Reality-Brille

Sie werden in einen waschechten Audi gesetzt, bekommen eine 3D-Brille von Oculus Rift übergezogen und dürfen auf einem realen Parcours losfahren. Das klingt spannend, deshalb habe ich habe das System auf dem Audi TechDay Connectivity ausprobiert. Tatsächlich wird jede Lenkbewegung, jeder Gas- und Bremswunsch in 3D in Realzeit umgesetzt und auf die Brille in eine Modellwelt projiziert. Wer dabei einen querenden Radler oder Fußgänger zu spät entdeckt, muss keine Angst haben. Es handelt sich ja nicht um reale Verkehrsteilnehmer. Doch der Wagen reagiert sehr real: Vollbremsung!
Plastischer könnten Audi-Händler diverse Assistenzsysteme nicht erfahren. Der Nutzen ist klar: Händler erlernen die Möglichkeiten der neuesten Modell mit Hilfe dieser “State of the Art”-Schulungsmethoden weitaus besser und auch sicherer. Ich konnte das am eigenen Leib erfahren und muss sagen, dass einem die Kinnlade dabei herunterfällt.
Klar, ich bin ein Nerd und in Technik verliebt. Aber einen echten Audi mit einer 3D-Brille zu steuern? Auf die Idee wäre ich nicht gekommen, dass das bereits möglich ist.

Am sogenannten virtual engineering terminal wird sichtbar, wie moderne Fahrerassistenzsysteme funktionieren.

Ich würde mir wünschen, dass Audi auch seinen Kunden eines Tages diese Möglichkeiten anbieten würde.

Man braucht nicht zwingend 3D-Brillen, um die Fähigkeiten eines Fahrzeugs zu vermitteln. Die Ingenieure von Audi haben sich zu helfen gewusst und einen Tisch gebastelt, der ihnen bei der Arbeit weitaus visueller hilft. Wann erfassen Ecksensoren ein querendes Fahrzeug an einer Kreuzung? Funktioniert das Matrix-Licht so wie vorgesehen? Das sind nur wenige Beispiele, die mittels Modellfahrzeugen auf einem virtuellen Tisch in einer Verkehrsumgebung dargestellt werden. Man kann es sich wie ein Computerspiel vorstellen. Die Funktionsweise der Sensoren werden hierbei 1:1 umgesetzt und optisch angezeigt.

Ohne 3D ginge es auch

Ein konkretes Beispiel? Die Ingenieure testen zur Zeit ein sehr spannendes Feature und probieren es auch am Tisch aus: Wie sieht es aus, wenn zwei Leuchtstreifen auf Autobahnbaustellen eingeblendet werden, die dem Fahrer die maximale Breite des Wagens anzeigen? Passt der Wagen noch am LKW vorbei? Wie weit müssten die Linien im Voraus projiziert werden? Welche Farbe ist bei welchen Lichtverhältnissen geeignet? Vermutlich wird diese praktische Fahrhilfe erst mit Laserleuchten Einzug halten können. Doch recht schnell kommen dabei weitere Ideen auf, um beispielsweise schneebedeckte Fahrspuren wieder sichtbar zu machen, auch das Einblenden von Idealfahrlinien für Rennsituationen sind denkbar.
Es muss nicht immer eine reine 3D-Darstellung sein, die über ein reales oder virtuelles Objekt projiziert wird. Es braucht auch keinen Videotisch. Wir können heute dank der Technik reale Umgebungsdaten nutzen, um damit Fahrzeugsysteme zu füttern. Ein modernder Audi verfügt über zahlreiche Sensoren, um die Umgebung, den Verkehr und die Straße abzutasten. Warum sollte es nicht möglich sein, diese aktuellen Fahrdaten zu nutzen, um Navigationskarten up-to-date zu halten? Tatsächlich arbeitet ein Konsortium aus Audi, BMW und Daimler genau daran (wer sich genauer dafür interessiert: Das Stichwort lautet “HERE-Maps”).

Reale 3D-Daten virtuell verarbeiten

Straßen- und Verkehrsdaten werden noch weitaus genauer und zeitnäher an ein gemeinsames Rechenzentrum versendet, wovon dann alle Fahrzeuginhaber dnak Vernetzung profitieren können. Wo sind akute Gefahrenstellen, wo sind gemeine Straßenlöcher, wo befinden sich neue Tempolimits, wohin hat sich die Wanderbaustelle bewegt? Damit werden auch autonome Fahrassistenzsysteme ein Fahrzeug noch sicherer bewegen. Schon heute wird so der prädiktive Effizienzassistent im Audi Q7 gefüttert. In der Tat setzt Audi bis Ende des Jahres genau das um: Dynamische und tagesaktuelle Updates zu sich ständig ändernden Verkehrsituationen werden zum Standard. Um es noch plastischer auszudrücken, inkludiert das ein kommendes Highlight: Die Fahrzeuge werden untereinander kommunizieren, wo sich freie Parklücken befinden. Bingo! Das Zauberwort ist der Austausch von Verkehrsdaten.
Der Anspruch des HERE-Konsortiums ist sehr hoch: Man möchte nicht weniger als die primäre Anlaufstelle für alle ortsgebundenen Anfragen werden. So etwas wie eine Art Google für die Umgebung.

Mit HERE bekommt das Kartenmaterial eine neue Detailsvielfalt.

Fazit

In der Tat ist ein heutiger Audi A1 mit weitaus mehr Computertechnik ausgestattet als eine Apollo 11-Rakete zur Zeit von Neil Armstrong. Computertechnik eröffnet uns neue Möglichkeiten, es geht eben nicht nur um nette Gimmicks.
Lediglich ein halbes Jahrhundert hat es gedauert, um einen Audi auf den Mond zu schicken – wenn auch rein virtuell. Ingenieuren wird die tägliche Arbeit mit virtuellen und vernetzten Technologien wesentlich erleichtern, Kunden und Händlern die Fähigkeiten eines modernen Fahrzeugs plastischer denn je vermittelt. Wir sind endlich soweit, analysieren echte Umgebungen und teilen Daten in Echtzeit mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Mir persönlich scheint es angesichts des Fortschritts nicht mehr nur um den reinen Einsatz von Technik zu gehen. Der Computer sieht mehr, er rechnet schneller und er reagiert besser? Das allein ist es nicht und es wäre langweilig. Stattdessen schaffen wir viel mehr. Wir verstehen immer besser, Nutzen, Technik und Emotion miteinander zu verbinden. Wir bauen Brücken zwischen der Realität und der Welt der Computertechnik. Die uns damit ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Heute und hier haben wir nur einen kleinen Ausschnitt davon gesehen.

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