Audi A7 auf Berg vor Kapstadt bei Nacht

Luxus, neu definiert

Testfahrt mit dem neuen Audi A7

Was ist eigentlich Luxus? Und ist der neue Audi A7 Luxus? Blogger Don Dahlmann ging diesen Fragen bei ausgiebigen Testfahrten in Südafrika nach – und hat dabei für sich eine neue Definition von Luxus gefunden.

Blogger Don Dahlmann im Interieur
Ist der neue Audi A7 Luxus? Dieser Frage ist Don Dahlmann im sonnigen Südafrika bei einer Testfahrt in dem neuen Audi nachgegangen.

Wie definiert man eigentlich Luxus? Ist es Kaviar, Champagner und die Côte d`Azure? Ist es Luxus, wenn man es sich freiwillig erlauben kann, auf etwas zu verzichten? Und was prägt Luxus eigentlich?

Der Duden definiert Luxus so: „Kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o.ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand.“ Der Soziologieprofessor Michael Jäckel sieht das jedoch ganz anders. Er definiert den Begriff so: “Luxus steht für mich für das Bedürfnis, eine Unterscheidung, eine Differenz zu setzen.“ Und das ist vielleicht die Beschreibung, die am besten auf den neuen Audi A7 passt.

Der Audi A7 ist unverkennbar

Die zweite Generation des Coupés mit dem Fließheck hat sich äußerlich in seiner markanten Form nur wenig verändert. Was gut ist, denn schöne, klassische Formen lässt man oft über Jahre unverändert. Wie die Flasche von Coca-Cola oder die Submariner Uhr von Rolex, die es immerhin schon seit 1954 gibt.

Aber natürlich darf man gutes Design noch besser machen. Das ist Audi beim A7 eindeutig gelungen. Das neue Leuchtband am Heck unterstreicht den Auftritt des A7 gekonnt. Es wirkt nicht deplatziert sondern dezent, gleichzeitig setzt es eine eigene Marke. In Zeiten, in denen sich Autos von hinten oft ähnlich sehen, ist der A7 unverkennbar.

Der Audi A7 während der Fahrt

Progressive Sportlichkeit: Das Heck ist im Stil einer Yacht eingezogen. Der Heckabschluss liegt etwa drei Zentimeter höher und verbessert so die Aerodynamik. Die geschwungene Kontur der Abrisskante verleiht der Heckpartie eine dreidimensionale Skulptur – begonnen bei den Audi-Ringen, den Heckleuchten und dem verbindenden Lichtband.

Auch von vorne hat man bei Audi einiges verändert. Die Motorhaube fällt etwas steiler ab, gleichzeitig wirkt die Front durch die neuen Lufteinlässe etwas bulliger, ohne dabei aber zu aggressiv zu wirken. Man erkennt den A7 auf den ersten Blick. Blickt man von der Seite auf den Wagen, vereint sich das neue Design perfekt. Die lange Motorhaube und dann die lange Dachführung mit dem langsam abfallenden Heck. Dieses Design ist einmalig in der Autowelt. Und Einmaligkeit ist ja auch eine Art von Luxus.

Ein großes Plus in Sachen Sicherheit

Wenn Luxus auch darin besteht, dass man Dinge weglassen kann, dann ist der Innenraum des A7 eine neue Definition von Luxus. Wie schon beim Audi A8 hat man die Zahl der Knöpfe und Schalter auf ein Minimum reduziert. Die Bedienung des Fahrzeugs erfolgt über zwei große Displays. Die Ingenieure haben das neue MMI+ komplett neu aufgebaut und dem Touchscreen ein haptisches Feedback mitgegeben. Befehle werden so eindeutig beantwortet, ohne dass man die Befehleingabe optisch kontrollieren muss. Ein großes Plus in Sachen Sicherheit.

Eine Sprachsteuerung, die komplexe Zusammenhänge versteht

Das Bedienmenü ist einfach gestaltet und mit nur zwei oder drei Klicks erreicht man auch die Untermenüs. Die wichtigsten Funktionen wie die Navigation und das Radio sind schnell gefunden. Will man eine Adresse eingegeben, kann man dies zum Beispiel auch handschriftlich auf dem zweiten Bildschirm machen. Aber man kann sich die Mühe auch sparen, denn die Spracherkennung im Audi verdient jetzt auch diesen Namen.

Tatsächlich versteht sie auch komplexe Zusammenhänge. So kann man mit einem einfachen „Mir ist kalt“ die Temperatur der Heizung erhöhen lassen. Man kann völlig normal mit dem System sprechen, ohne sich fragen zu müssen, ob der Computer einen auch versteht. Auch das ist Luxus, allerdings einer, der wirklich langsam in ein Auto gehört, nachdem Amazon und Google ihre Sprachassistenten weltweit verkaufen.

Interieur Audi A7 Sportback
Analog zum Audi A8 findet sich auch im Audi A7 das MMI touch response-Konzept mit akustisch-haptischem Feedback: Löst der Finger auf dem Display eine Funktion aus, erfolgt ein spür- und hörbarer Klick als Bestätigung.

Lange Fahrten auf Landstraßen werden bequem

Bleibt die Frage, wie sich so viel Luxus denn auch fährt. Mit der optionalen, aber in Sachen Luxus dringend zu empfehlenden, adaptiven Luftfederung kann man sich seinen Fahrkomfort aussuchen. Im „Komfort-Modus“ gleitet das Coupé so dahin, wie man es von ihm erwartet. Bodenunebenheiten werden sanft geschluckt, selbst kleine Schlaglöcher bringen den A7 nicht aus der Ruhe. Lange Fahrten auf der Autobahn oder über ältere Landstraßen lassen sich so bequem ertragen. Aber ein Audi wäre kein Audi, wenn der Wagen auch nicht sportlich wäre. Dafür sorgen auch die beiden getesteten Motoren. Der 3-Liter Diesel mit 283 PS und der 3-Liter TFSI mit 340 PS sind beides 6-Zylinder und sorgen so schon mal für eine vernünftige klangliche Untermalung. Mit beiden Motoren erreicht man die 100 km/h in rund fünfeinhalb Sekunden, der Durchzug von 80 bis 120 km/h erfolgt ebenfalls ziemlich flott.

Audi A7 in der Kurve

Enge Kurven auf der Landstraße? Mit dem neuen Audi A7 und seiner mitlenkenden Hinterachse, fährt man schnell und präzise durch schmale Kurven.

Stellt man die Federung auf „Sport“, verwandelt sich der A7 in ein sehr sportliches Coupé. Dank der mitlenkenden Hinterachse kann man das Auto auch sauber und sehr schnell durch die engen Kurven einer Landstraße zirkeln. Dabei nervt auch kein Untersteuern, wie es bei größeren Sportwagen schon mal vorkommt. Der A7 bleibt neutral und warnt übermäßig begeisterte Fahrer vor dem Grenzbereich mit einem leichten Schieben auf der Vorderachse. Da kann man sich jetzt schon mal auf den RS7 freuen.

“Die reinste Form von Luxus ist Reduktion. Ein Kleidungsstück ist perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann“ hat die Modedesignerin Jill Sander mal gesagt. Nach dieser Definition steht der A7 für ein luxuriöses und sportliches Coupé. Von außen ist die Form eigenständig und einmalig. Im Innenraum hat Audi die Reduktion vorangetrieben, ohne dass man allerdings das Gefühl bekommt, auf etwas verzichten zu müssen. Der A7 ist eine perfekte Symbiose aus stylischem Auftritt, neusten Technologien und einem Hauch von Luxus.

Der Audi A7 im Detail

Die Proportionen des neuen Audi A7 Sportback bilden eine optimale Basis für die neue Audi-Designsprache in der Oberklasse. Er setzt auf Reduktion als Stilmittel. Das Design vermittelt gleichermaßen Sportlichkeit und Progressivität.

Der Singleframe-Grill des neuen Audi A7 Sportback ist breit und tief platziert, von ihm gehen alle benachbarten Flächen und Linien aus. Die seitlichen Lufteinlässe in der Frontschürze betonen den sportlichen Charakter des Gran Turismo. Konturen, die an die Frontsplitter eines Renntourenwagens erinnern, bilden die unteren Ränder der beiden großen Einlässe.

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Schick aus allen Blickwinkeln: der Audi A7.

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Steile Kurven sind für den Audi A7 gar kein Problem. Im Gegenteil halten sie mehr Fahrspaß als die gerade Strecke bereit.

3/5

Auch bei Nacht macht der A7 eine gute Figur.

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Die lange Motorhaube und die lange Dachführung mit dem langsam abfallenden Heck machen das Design des Audi A7 perfekt.

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Audi A7 Sportback
Aus dem Audi MediaCenter

Audi A7 Sportback

Ästhetische Athletik, emotionales Design, sportlicher Charakter und innovative Technologie: Der Audi A7 Sportback bringt die Stärken eines Coupés, einer Limousine und eines Avant zusammen. Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,2 – 5,5*; CO2-Emission kombiniert in g/km: 163 – 142*; * Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz

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Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,5 – 5,5; CO2-Emission kombiniert in g/km: 221 – 142. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

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