Snowboarder beim Boarden bei den Audi Nines

„Das ist das beste Event der ganzen Wintersportsaison!“

The Audi Nines: ein Freestyle-Event der Superlative

Vom 9. bis 14. April fand in Sölden zum ersten Mal das Freestyle-Event „The Audi Nines“ statt. Wie es es auf Anhieb in die Herzen der Freestyle-Elite geschafft hat und welche Athleten vor Ort am meisten begeisterten, hat Blog-Autorin Natascha Bauer herausgefunden.

Teilnehmer des Audi Nines auf dem SlopeX Looping
Im österreichischen Sölden wurden anlässlich des Audi Nines Gewinner in sieben Kategorien auf dem innovativen SlopeX-Kurs gekürt.

Als ich am Tiefenbachgletscher im Audi Shuttle ankomme scheint die Sonne auf den frischen Schnee. Trotz der 3.000 Höhenmeter ist es warm. Ein perfekter Frühlingstag auf dem Gletscher um der Freestyle-Elite am Wettbewerbstag des Freestyle-Events „The Audi Nines“ zuzuschauen. „Wer möchte die ‚Behind the Scenes Tour‘ mitmachen?“ heißt es  beim Empfang der Audi Gäste im Restaurant am Tiefenbachgletscher. Natürlich möchte ich mit, obwohl ich noch keine wirkliche Vorstellung habe, was mich dabei erwartet. Ich folge den anderen Teilnehmern der Tour bis wir vor einer Pistenraupe stehen. „Einsteigen, bitte. Damit fahrt ihr nun rauf zum Startgelände.“

Hinter den Kulissen der Audi Nines

Ich kann es kaum glauben: Ich bin noch nie mit einem Pistenbully gefahren. Nachdem ich über ein paar Stufen nach oben geklettert bin, steigen nach mir noch zwei Snowboarderinnen ein. Es sind Kjersti Buaas und Chanelle Sladics, Teilnehmerinnen bei den Audi Nines. Sie werden die Tour übernehmen.

„Hallo zusammen, wir erklären euch ein bisschen den Kurs, damit ihr wisst, was euch später erwartet“, sagt Kjersti nachdem alle Teilnehmer der Führung aus der Pistenraupe ausgestiegen sind. Von unserem Standpunkt aus sieht man sechs Hindernisse des Slopestyle Kurses. „Dieses Jahr ist es noch größer als die letzten Jahre! Das Besondere hier bei den Audi Nines ist, dass wir Athleten mitplanen konnten. Ein paar haben sich bei Audi in Neuburg getroffen und den Kurs entworfen.“

Und der Kurs ist tatsächlich sehr spektakulär: Die Sportler stehen voller Vorfreude auf dem Hammer Drop, also einer Plattform. Von dieser springen sie dann entweder selbst hinunter oder werden nach unten in den Lauf gekippt. „Sowas gab es noch nie. Der Drop wurde extra für die Audi Nines entwickelt“, erklärt Chanelle. Danach folgen drei Sprünge und eine sogenannte Braid-Section. Dabei sieht das Hindernis aus wie ein geflochtener Zopf. Danach geht es in eine Steilwandkurve zu einem Tunnel und weiter zu einem Looping. „Den Looping können nicht viele fahren. Nur sechs von insgesamt 53 Slopestylern haben den gepackt. Jesper Tjäder hat ihn entwickelt, deshalb musste er den auch als Erster fahren. Inzwischen kann er ihn sogar rückwärts. Echt beeindruckend!“, schwärmt Chanelle, obwohl sie selbst zur Snowboard-Elite gehört. Als mehrere Skifahrer gleichzeitig in die Braid-Section einfahren und über die Schanzen springen, jubelt Olympiateilnehmerin Kjersti Buaas: „Schaut euch das an! Das ist doch der Wahnsinn! Solche Tricks, machen das Event zu etwas Besonderem! Hier steht wirklich die Kreativität und Entwicklung des Sports im Vordergrund. Die Atmosphäre ist sehr locker und wir pushen uns alle gegenseitig. Hier gibt es noch nie dagewesene Tricks, das macht riesigen Spaß! Die Audi Nines sind für uns das Highlight der Saison!“

Parcours beim Audi Nines in Sölden, Tirol, Österreich

Geschwindigkeit, Style, innovative Sprung- und Trickelemente: Der Parcours, welcher gemeinsam mit den Athleten entworfen wurde, vereint Elemente aus Ski- und Snowboardcross mit Slopestyle. Das Event wurde zum ersten Mal in Sölden, Tirol ausgetragen. Die Lage des Parcours an der Südseite des Bergs sichert perfekte Fahrverhältnisse.

Die Big-Air Qualifikation

Trotz der lockeren Atmosphäre und dem geringen Druck für die Sportler gibt es natürlich einen Wettbewerb bei den Audi Nines. Nach der Führung werden wir mit dem Pistenbully in die Audi Lounge im Zielbereich gefahren. Dort habe ich direkten Blick auf den Rest des Kurses: drei Big Air Kicker, bei dem die Athleten bis zu 60 Meter weit fliegen und eine Quarter-Pipe auf deren höchsten Punkt die Moderatoren stehen, die die Menge schon richtig anheizen.

Zunächst steht noch eine Qualifikation im Rahmen einer Jam-Session an. Das heißt, es gibt keine fixe Reihenfolge, sondern nur ein vorgegebenes Zeitfenster, in dem die Sportler so viele Sprünge wie möglich absolvieren. Die Skifahrer und Snowboarder springen sich gemütlich ein und präsentieren bereits jetzt schon spektakuläre Sprünge, die von einer Jury bewertet werden. Ich sitze in einem Liegestuhl in der Sonne und genieße, den Sportlern beim Fliegen zuzusehen während zwei DJs Musik spielen und die Moderatoren die Kunststücke erklären. Was man bereits jetzt zu sehen bekommt, macht Lust auf mehr. Der Wettbewerb verspricht fantastisch zu werden.

SlopeX – ein besonderes Format

Am Nachmittag geht es endlich mit dem heiß ersehnten Audi Nines Contest los. Das Gelände rund um den Zielbereich ist voll. So voll, dass Zuschauer auf der Piste und sogar im Gelände auf den Felsen sitzen. Ich habe in der Audi Lounge einen ausgezeichneten Blick auf den Big-Air-Bereich und die Leinwand, auf der man den oberen Teil des Slopestyle-Kurses sehen kann.

Es geht los mit einem noch nie dagewesenen Wettkampfformat, dem SlopeX. Dabei treten sowohl Ski- und Snowboardcrosser, als auch Slopestyle-Fahrer gegeneinander an. Gewertet werden Ski- und Snowboardcross, sowie der beste Slopestyle-Lauf. Dabei gibt es dann noch eine Teamwertung, bei der jeweils ein Ski- und Snowboardcrosser, sowie ein Ski- und Snowboard-Freestyler zusammen gewertet werden. Als erstes geben die Skicrosser Gas. Auf der Leinwand kann ich sehen, wie sie den direktesten Weg über die Hindernisse nehmen um möglichst schnell unten anzukommen. Am Ende des Kurses machen die Männer einen riesigen Satz um dann auf die Quarterpipe zu rasen, wo sich das Ziel für sie befindet. „Wow, der Kurs ist echt krass! So bin ich noch kein Rennen gefahren“, sagt Olympiasieger Brady Leman aus Kanada, der Gewinner der Skicrosser, ziemlich außer Atem als er bei den Moderatoren ankommt. Bei den Snowboardcrossern gewinnt der zweimalige Weltmeister Alex Pullin.

Audi Nines Teilnehmer auf großem Sprung Ski Cross SlopeX
Imposante Eindrücke eines imposanten Ereignisses: Durch die Mischung der verschiedenen Disziplinen, kreativen Hindernissen und Geschwindigkeit entstand eine Dynamik, die die Teilnehmer begeisterte.

Danach sind die Slopestyler dran. Die fahren wesentlich langsamer durch den Kurs, doch nicht weniger spektakulär. Hier zählt die Art und Weise, wie sie durch den Kurs fahren, also der Style. Nachdem Jesper Tjäder den Looping rückwärtsfährt und auch den Rest des Kurses eine gekonnte Linie hinunterzieht, ist schnell klar welches Team den SlopeX-Wettbewerb gewinnen wird. „Wow, das hat echt Spaß gemacht! Dieses Wettkampfformat war ein Experiment und ich würde sagen, das ist uns echt gut gelungen!“, jubelt einer der Moderatoren.

Atemberaubende Tricks beim Freestyle-Contest

Nach dem experimentellen Teil folgt nun der Big-Air Wettbewerb. Dieser wird wieder als Jam-Session abgehalten. Nach dem bereits spektakulären SlopeX bin ich zum Zerreißen gespannt, was die Freestyler noch zu bieten haben. Nun nehmen auch Frauen am Wettbewerb teil. Wegen des hohen Verletzungsrisikos haben sich die Frauen gegen einen eigenen SlopeX-Wettbewerb entschieden. Doch nun gibt es eine eigene Schanze für die Damen und somit steht auch ihnen nichts im Weg zu beweisen, was sie draufhaben. Und das tun sie auch. „Wow, habt ihr das gesehen?! Das war der Wahnsinn“, schreien die Moderatoren ins Mikrofon. Die Sportler geben richtig Gas und es ist ein wahres Spektakel. Da sind Sprünge dabei, die bis zu 60 Meter weit gehen, es sind verrückte Rotationen dabei und das vorwärts und rückwärts. Die Moderatoren kommen gar nicht hinterher, da die Athleten wie im Schnellfeuer über die Kicker geflogen kommen. „Wir müssen uns mal bei unseren DJs entschuldigen, da man ihre Musik wegen unserem Jubel gar nicht mehr hört. Aber was die hier liefern ist echt verrückt!“ heißt es zwischenzeitlich. Auch ich komme aus Anfeuern und Jubeln nicht mehr heraus.

Audi Nines Contestants fahren im Abschnitt Braids im Parcours

Jedes Jahr das Gleiche? Nicht bei diesem Event. Die größte Neuheit 2018 neben der Partnerschaft mit Audi ist der Fakt, dass sowohl Ski-Cross als auch Slopestyle Athleten auf dem im Audi Experience Centre entwickelten Parcours fahren. Durch die Vermischung der beiden Disziplinen, entsteht die Kombination aus Schnelligkeit und Kreativität.

Snowboarderin Hailey Langland aus den USA landet zum Beispiel einen Sprung, der noch nie so hoch ging und sichert sich somit den Sieg bei den Snowboard-Damen. Bei den Ski-Damen dominiert die Schweizer Olympiasiegerin Sarah Höfflin, die stets über die höhere Schanze springt. „Ich habe gerade eine Nachricht von den Jungs da oben bekommen“, sagt einer der Moderatoren als es langsam dem Ende zugeht. „Sie wollen nicht aufhören! Sie wollen, dass wir den Wettbewerb verlängern. Wisst ihr was, ich glaube meine Uhr ist gerade kaputt gegangen! Wir lassen sie noch ein paar Sprünge machen!“ Die Zuschauer jubeln, jeder möchte die Freestyler noch weiterfliegen sehen. Nach 20 extra Minuten funktioniert die Uhr dann doch wieder und der Wettbewerb ist beendet. Mit zwei fantastischen Sprüngen gewinnt das Schweizer Talent Andri Ragettli die Ski-Wertung, bei den Snowboardern holt sich Clemens Millauer den Sieg.

Teilnehmer Audi Nines performt Trick und formt Ski zu einem X

Hier stehen die Ski im Zeichen der Piste: Dieser Teilnehmer zeigt sich besonders beeindruckt von der SlopeX.

Eine Übersicht über die Bestplatzierten beim neuen Wettkampfformat:

Freeski Men (Big Air): Andri Ragettli (SUI)
Freeski Women (Big Air): Sarah Höfflin (SUI)
Snowboard Men (Big Air): Clemens Millauer (AUT)
Snowboard Women (Big Air): Hailey Langland (USA)
SlopeX Snowboard: Alex Pullin (AUS)
SlopeX Ski: Brady Leman (CAN)
SlopeX Team Event: Pierre Vaultier (FRA), Brady Leman (CAN), Christian Haller (SUI), Jesper Tjäder (SWE)

Spaß und Action im Schnee: der Public Contest Day

Beim den erstmals ausgetragenen Audi Nines gingen neben Olympiasiegern und Weltmeistern auch vielversprechende Nachwuchstalente an den Start. Einblicke in die verschiedenen Disziplinen:

Eigentlich benötigt das Spektaktel keinerlei zusätzliche optische Anreize, die Darbietung der Athleten genügt - Ralph Welponer fügt seiner Performance trotz dessen eine farbliche Komponente hinzu.

1/5

Ready, steady, go: Im Moment kurz vor dem Startschuss herrscht bei den Teilnehmern höchste Konzentration auf die sportliche Höchstleistung

2/5

Der Initiator des Loopings im Selbstversuch: Jasper Tjaeder beherrscht das Meisterstück mittlerweile sogar rückwärts.

3/5

Ein erfolgreicher Tag für Andri Ragettli: Der Schweizer konnte in einer Disziplin den ersten Platz belegen.

4/5

Die weiblichen Teilnehmerinnen sind ihren männlichen Kollegen keineswegs unterlegen – Sofya Fedorova gibt auf dem Snowboard eine besonders gute Figur ab.

5/5
Audi Nines presented by Falken
Aus dem Audi MediaCenter

Audi Nines presented by Falken: Premiummarke unterstützt neues Wintersport-Format

Audi setzt auf junge Wintersportarten und ist vom 9. bis 14. April 2018 Titelsponsor beim erstmalig ausgetragenen Wettkampfformat Audi Nines presented by Falken. Auf einem speziell entwickelten SlopeX-Kurs messen sich die weltbesten Ski- und Snowboardcrosser sowie Slopestyler im Tiroler Skigebiet Sölden.

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