Audi Autonomous Driving Cup

Studenten bereiten sich auf großes Finale vor

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi Q5: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 – 4,5; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 162 – 117.
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Audi Autonomous Driving Cup 2016

Vom 22. bis 24. März steigt in Ingolstadt das Finale des zweiten Audi Autonomous Driving Cup. Beim Wettbewerb um das beste automatisiert fahrende Auto im Maßstab 1:8 geht das Studententeam FAUtonOHM als Mitfavorit ins Rennen. Das Audi Blog war bei ihren letzten Vorbereitungen dabei.

Der kleine Audi Q5 im Maßstab 1:8 hat eine Parklücke ausgemacht. Er bremst ab, das Blinklicht leuchtet auf. Das Miniaturmodell schert mit einem leisen elektrischen Surren seitwärts ein. Noch eine kleine Korrektur nach vorn, dann steht es perfekt in der markierten Fläche. Sauber eingeparkt – zumal das Miniauto vollkommen eigenständig manövriert hat.
Beim Audi Autonomous Driving Cup, der nach einer erfolgreichen Erstauflage 2015 zum zweiten Mal stattfindet, treten zehn Studententeams gegeneinander an. Ihre Aufgabe: Eine von Audi gestellte Basissoftware so zu erweitern, dass ein Miniaturauto unterschiedliche Anforderungen des pilotierten Fahrens meistert.

Audi Autonomous Driving Cup
Seit gut einem halben Jahr dreht sich beim Team FAUtonOHM alles um den Audi Q5 im Miniaturformat.

Wer am cleversten programmiert, wird belohnt: Das Siegerteam erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro. Rang zwei gewinnt 5.000 Euro, Platz drei 1.000 Euro.
Etliche Testläufe hat das Team FAUtonOHM absolviert, um so tadellos wie eingangs beschrieben in die Parklücke zu steuern. Die Mannschaft vereint Studenten unterschiedlicher Studienrichtungen wie Elektrotechnik, Mechatronik und Robotik. Gut 70 Quadratmeter einer Büroetage hat das fünfköpfige Team bezogen und mit einem realitätsgetreuen Straßennetz ausgelegt. Hier meistert das Modellauto Abbiegemanöver an Kreuzungen, beachtet Verkehrsregeln und bremst bei Gefahren rechtzeitig ab.

Audi Autonomous Driving Cup

Beim Ein- und Ausparken konnte das Team FAUtonOHM bereits im Qualifying überzeugen. Auch bei unserem Besuch lief weitestgehend alles einwandfrei.

Audi Autonomous Driving Cup gibt Einblicke in die Entwicklung bei Audi

„Auf diese Weise bekommen wir Einblicke, wie es bei Audi in der realen Entwicklung vorangeht“, sagt Tobias Fink, der im Team FAUtonOHM unter anderem für die Pfadplanung und -regelung zuständig ist. „Die Stärke des Autonomous Driving Cup ist seine Nähe zur Realität.“

Seit vergangenem Oktober bereitet sich die Studentenmannschaft auf das große Finale (22. bis 24. März 2016) vor. Beim damaligen Kick-off überreichte Audi jedem Team zwei Modellfahrzeuge mit der Basissoftware und dem notwendigen Equipment, wie zum Beispiel einem WLAN-Router und einem Ladegerät. Die Studenten bauen dabei auf den Ergebnissen und Funktionen des Vorjahres auf, denn die Software von 2015 steht allen Teams als Basis zur Verfügung. Daher erhöht sich der Schwierigkeitsgrad von Jahr zu Jahr.

 

Das Modellauto erkennt eigenständig den abbiegenden Gegenverkehr und hält rechtzeitig an der Kreuzung an.

Kurz vor Weihnachten präsentierten die Teams bereits erste Fortschritte ihrer programmierten Fahrfunktionen, bevor Mitte Februar ein gemeinsames Testevent auf dem Programm stand– mit anschließendem Qualifying. FAUtonOHM konnte die Jury überzeugen und belegte den zweiten Platz. „Wir haben uns riesig gefreut, dass wir so gut abgeschnitten haben“, sagt Fink.

Zwar zählt sein Team nach der gelungenen Qualifikation zum Favoritenkreis, trotzdem bleibt der 25-jährige Robotik-Student vorsichtig optimistisch: „Bei uns hat vieles gut funktioniert. Wir denken aber auch, dass die anderen Teams noch aufholen werden bis zum Finale. Viele der Mitbewerber waren ziemlich gut.“

Zwei der zehn Studententeams mussten sich nach dem Qualifying bereits verabschieden. Somit warten auf FAUtonOHM im Finale noch sieben Gegner. Zu den härtesten Konkurrenten dürfte das beste Team der Qualifikation zählen: KACADU vom Forschungszentrum Informatik Karlsruhe. Auch Vorjahressieger MomenTUM, ein Team der Technischen Universität München, zählt erneut zu den Favoriten.

Audi Autonomous Driving Cup

Unter der Karosserie des kleinen Q5 verbirgt sich jede Menge Hardware, die das Studententeam mittels Software beherrschen muss.

Auch beim Audi Autonomous Driving gilt: vorausschauendes Fahren

Damit das Modellauto fehlerfrei fährt und in jeder Situation richtig reagiert, haben die Studenten vorab am Computer bestimmte Aktionen programmiert. Im Finale schickt die Jury den Weg durch den Parcours an die Fahrzeuge, welche die Route entsprechend umsetzen sollen. Das betrifft auch Befehle wie „seitlich einparken“.

Das Fahrzeug sucht demnach selbständig die Parklücke und parkt ein. Dazu muss es wissen, wo genau es sich zur Fahrbahnmarkierung positionieren und wie das Einparkmanöver ablaufen muss. Orientieren kann sich der Modell-Q5 über eine 2D-/3D-Kamera, die sowohl Entfernungs- als auch Farbbilder liefert. Ultraschallsensoren rings um das Auto herum reagieren auf Hindernisse, die wie im realen Straßenverkehr spontan auf der Fahrspur auftauchen können.

„Es ist manchmal schwierig, an Kreuzungen den exakten Punkt zu finden, an dem das Auto anhalten soll. Daran müssen wir noch feilen“, sagt Fink und spricht damit die übrig gebliebenen Baustellen seines Teams an: „Auch mit der Stabilität des Systems sind wir noch nicht ganz zufrieden. Manchmal stürzt es noch ab. Das Einparken funktioniert hingegen gut.“

Beim dreitägigen Finale im museum mobile am Audi Forum Ingolstadt warten drei Disziplinen auf die Studenten. Zuerst muss die Software vorgegebene Manöver wie etwa „bei der nächsten Möglichkeit rechts abbiegen“ oder „rückwärts einparken“ absolvieren. Anschließend steht ein wissenschaftlicher Vortrag auf dem Programm, bei dem die Studenten ihre Lösungen erklären werden. Nach der Pflicht folgt die Kür: Am dritten Tag dürfen die Teams ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene Funktionen oder Algorithmen präsentieren.

Wie auch immer FAUtonOHM abschneiden wird – gelernt haben die Studenten durch den Audi Autonomous Driving Cup einiges. Was die Zukunft für Fink und seine Kollegen bringt? „Ich habe in meinem Studium viel im Bereich der Robotik gemacht, dahin könnte es für mich auch beruflich gehen“, sagt der 25-Jährige. „Pilotiertes Fahren ist ein Thema, das in Zukunft sehr wichtig sein wird.“ Bei Audi allemal.

Sehen Sie im Video, wie der Audi Autonomous Driving Cup 2015 ablief:

Terminübersicht für den Wettkampf im Audi museum mobile:

Mittwoch, 23. März 2016:

09:00 – 12:15 Uhr: Pflichtszenarien im Parcours
13:40 – 18:00 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge (unter Ausschluss der Öffentlichkeit)

Donnerstag, 24. März 2016:

09:00 – 12:00 Uhr: Kür
13:00 – 17:00 Uhr: Finale der besten drei Teams mit anschließender Siegerehrung

Wer den Cup gewonnen hat, erfahren Sie nach dem Finale unter https://www.audi-autonomous-driving-cup.com/

 

Auf rund 70 Quadratmetern können die Studenten alle Fahraktionen testen, die beim Audi Autonomous Driving Cup von Bedeutung sind.

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Beim automatisierten Fahren macht in erster Linie die Software den Unterschied. Fahraktionen müssen vor dem Einsatz exakt programmiert werden.

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Unter der Karosserie des kleinen Q5 verbirgt sich jede Menge Hardware, die das Studententeam mittels Software beherrschen muss.

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Tobias Fink, Eduard Schön und Markus Hiller (von links) glauben an ihre Chance, beim finalen Wettkampf gut abzuschneiden.

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Audi hat jedem der zehn teilnehmenden Teams zwei Miniaturmodelle des Q5 im Maßstab 1:8 zur Verfügung gestellt. Die Hardware ist leistungsstärker als noch im Vorjahr.

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Beim Ein- und Ausparken konnte das Team FAUtonOHM bereits im Qualifying überzeugen. Auch bei unserem Besuch lief weitestgehend alles einwandfrei.

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Das Modellauto erkennt eigenständig den abbiegenden Gegenverkehr und hält rechtzeitig an der Kreuzung an.

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Das Audi museum mobile hat sich für zwei Tage in einen überdimensionalen Modellautoparcours verwandelt

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Während des Wettbewerbs mussten die Teams ihre Autos überwachen

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So sieht das pilotiert fahrende Modellauto von innen aus

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Personalvorstand Thomas Sigi überreichte die Schecks an die drei Gewinnerteams

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Beim Audi Autonomous Driving Cup entwickeln die Teilnehmer vollautomatische Fahrfunktionen und die dafür notwendigen Software-Architekturen

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Völlig selbstständig parkt das Modellauto in die Lücke ein. Mithilfe verschiedener Sensoren und Kameras kann es Objekte erkennen und so seine Spur wählen

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Teamwork: Die Studenten der TU München besprechen gemeinsam die Auswertungen des Testlaufs

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Noch wenige Sekunden bis zum Start

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Beim Audi Autonomous Driving Cup wetteiferten rund 50 Studenten um das beste pilotiert fahrende Modellauto – hier Mitglieder der Teams des Karlsruhe Institute of Technology und der Technischen Universität München

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Audi Autonomous Driving Cup 2016: Pilotiertes Fahren im Maßstab 1:8
Aus dem Audi MediaCenter

Audi Autonomous Driving Cup 2016: Pilotiertes Fahren im Maßstab 1:8

Auf der Suche nach dem pilotierten Modellauto: Von 22. bis 24. März 2016 findet zum zweiten Mal der Audi Autonomous Driving Cup statt. Acht Hochschul-Teams treten bei dem Wettbewerb im Audi museum mobile in Ingolstadt an. Auf die automatisiert fahrenden Audi Q5 im Miniaturformat wartet ein anspruchsvoller Parcours, auf die Gewinner 10.000 Euro Preisgeld.

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mirriam ndunge

25. June 2016 um 7:18
Thank you for this blog.