Feng Xiao und CEO Karlheinz Wurm im Gespräch

„Arbeiten am autonomen Fahren ist mehr als ein Beruf“

Zukunftsvisionen mit dem Chef der Audi-Tochter Autonomous Intelligent Driving austauschen

Vorstellungsgespräch einmal umgekehrt: Feng Xiao ist neu an Bord und löchert zu seinem Arbeitsstart bei der Autonomous Intelligent Driving GmbH CEO Karlheinz Wurm mit seinen Fragen.

BBQ auf der Dachterasse
Das Team der AID genießt den Feierabend auf der Dachterrasse bei BBQ und Fußball.

Ein lauer Sommerabend auf der Dachterrasse in der Nähe des Englischen Gartens in München. Bei BBQ und Bierchen kommen die Kollegen der AID zum gemeinsamen Fußballschauen zusammen. Für Feng Xiao ist es das erste Mal, seit einem Monat ist er als Software-Ingenieur an Bord. Die perfekte Gelegenheit, um sich besser kennenzulernen und mit dem CEO Karlheinz Wurm Zukunftsvisionen auszutauschen. Wo führt die autonome Zukunft hin? Welche Herausforderungen stehen der AID bevor? Und was hat die AID im ersten Jahr bereits erreicht?

Ein Match zwischen Software- und Automobilwelt

Feng: Du hattest bisher einen reinen Software-Hintergrund, hast Skype mit aufgebaut. Jetzt leitest du ein Unternehmen im Automobilkontext. Wie unterscheiden sich diese beiden Welten?

Karlheinz: Die AID ist viel mehr als das. Hier treffen Software und Automobilwelt aufeinander. Unsere Automobilprofis haben Erfahrung in der Konstruktion und bei mechanischen und elektronischen Systemen. Die Softwareprofis wissen, wie man in Massensystemen skalierbare zuverlässige Software erstellt. Das autonome Fahren führt diese Welten zusammen. Das ist eine große Herausforderung, denn verschiedene Menschen haben unterschiedliche Ansichten aufgrund ihrer Erfahrungen und Hintergründe. Wir müssen jeden dazu inspirieren, auf eine neue Art und Weise zu denken.

Feng: Das sehe ich genauso! Diese Vielfalt war einer der Gründe, warum ich mich bei der AID beworben habe. Es treffen so viele Experten mit verschiedenen Hintergründen und so viele verschiedene Kulturen aufeinander, das macht den Alltag super abwechslungsreich.

CEO Karlheinz Wurm
Karlheinz Wurm ist CEO der AID. Zusammen mit seinem Team möchte er das autonome Fahren in der Stadt voranbringen.

Karlheinz: Vielfalt ist beim autonomen Fahren unglaublich wichtig. Es braucht bei diesem Arbeitsfeld neue kreative Lösungswege und diese entstehen durch verschiedene Standpunkte. Deswegen konzentrieren wir uns darauf, dass bei der AID Mitarbeiter aus vielen Kulturen und relevanten Industrien wie Computer Science, Robotics, Automotive und so weiter mit internationalen Expertisen zusammenarbeiten.

Die ersten Erfolge der AID

Feng: Menschen aus über 25 Nationen kommen hier in München zusammen um bei der AID am autonomen Fahren zu arbeiten! Das zeigt, finde ich, dass das Thema schon jetzt einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hat. Welche Bilanz ziehst du zum ersten Jubiläum der AID?

Polaroidfotos Mitarbeiter

Das Herz der AID sind die unterschiedlichen Menschen, die aus verschiedenen Kulturen stammen und mit verschiedenen Denkweisen und Kompetenzen die autonome Zukunft gestalten.

Karlheinz: Einer unserer großen Erfolge ist definitiv, dass wir super Leute für uns gewinnen konnten. Wir haben hier die besten Fachexperten auf ihrem Gebiet im Unternehmen. Aber auch auf Technologieseite haben wir viel erreicht: Wir haben ein starkes Entwicklungssystem aufgebaut, das Entwicklern effizientes Arbeiten ermöglicht und arbeiten mit Vollgas an unserer Simulationsumgebung, um unsere Systeme skalierbar zu testen. Dazu haben wir z.B. vor kurzem eine Partnerschaft mit Cognata abgeschlossen. Außerdem fahren im Testbetrieb unsere ersten Fahrzeuge gerade Testschleifen im Münchner Norden.

Feng: Ich finde es super, dass wir bei den Testfahrzeugen auf Elektroautos setzen. Denn für mich passt nichts so gut zusammen, wie Elektromobilität und autonomes Fahren.

Karlheinz: Das finde ich auch! Im Allgemeinen benötigt autonomes Fahren keinen elektrischen Antriebsstrang. Es funktioniert mit einem Verbrennungsmotor genauso gut wie mit einem Elektroantrieb. Aber wir arbeiten an einer nachhaltigen Umwelt und daher ergänzen sich elektrisches und autonomes Fahren großartig, um effizienter zu werden. Was begeistert dich am autonomen Fahren am meisten?

Feng: Ich denke, es hat das Potential unsere Welt zu verbessern. Unfälle wegen menschlicher Fehler kann das autonome Fahren verhindern und Menschen, die nicht fahren können oder eine Behinderung haben, bekommen hoffentlich in Zukunft durch autonome Autos Flexibilität geschenkt. Außerdem wird der Transport viel effizienter und Staus werden reduziert.

Karlheinz Wurm und Feng Xiao im Austausch

Software-Ingenieur Feng Xiao nutzt die Gelegenheit und stellt Karlheinz Wurm Fragen zu den Zukunftsvisionen der AID.

Wichtige Schritte für die automobile Zukunft

Karlheinz: Mir gefällt diese effektive und stressfreie Zukunftsvorstellung auch. Aber bis dahin stehen uns noch einige To Do´s bevor: Wir werden in hohem Maße selbstfahrende Systeme in städtische Umgebungen implementieren. Bis 2021 in der ersten Stadt und später in weiteren Städten, auf Autobahnen und Landstraßen. Ich denke, es hält uns eine Weile auf Trab.

Feng: Außerdem glaube ich, wir müssen das Denken der Gesellschaft ändern und den Menschen die Angst nehmen. Immerhin ist es eine Maschine, der sie Vertrauen müssen.

Karlheinz: Dazu fällt mir immer ein, dass die ersten Züge gerade mal 40 km/h fuhren und bei den ersten Aufzügen immer eine zuständige Person da war, die den Knopf drückte. Wenn heute jemand zum ersten Mal mit einem autonomen Auto fährt, entspannt er meist nach drei Minuten völlig und vertraut auf die Maschine. Wir müssen also dem autonomen Fahren in erster Linie Zeit geben. Einerseits um die Technologien zu optimieren und mit vielen gefahrenen Kilometern das Vertrauen aufzubauen und andererseits, um die Vorteile zu verdeutlichen, die es mitbringt. Außerdem hat Audi bereits den ersten wichtigen Schritt gemacht: Als erstes Serienauto der Welt ist der neue A8 speziell für hochautomatisiertes Fahren in Stausituationen entwickelt. Das entspricht Level 3 nach den international gültigen Standards.

Was ein Job bei der AID bietet

Feng Xiao
Feng Xiao hat als Software-Ingenieur in der Gamingbranche gearbeitet. Nun möchte er bei der AID das autonome Fahren mitgestalten.

Feng: Und die AID als Audi-Tochterfirma setzt genau an dem Punkt an. Nur im Start-up-Stil: agil und flexibel mit dem Rückenwind des Großkonzerns.

Karlheinz: Bist du deswegen aus der Gamingbranche zu uns gewechselt?

Feng: Auch. Aber vor allem weil ich das autonome Fahren mitgestalten möchte. Als Ingenieur steht man vor großen Herausforderungen. Nicht nur viele Antworten sind noch unbekannt, sondern auch viele Fragen, die noch entstehen werden. Es ist ein Thema mit Zukunft, das dadurch auch große Karrierechancen eröffnet. Ich kann mich auf diesen Bereich fokussieren und mein Fachwissen ausbauen. Außerdem ist es großartig, wenn Millionen von Autos auf den Straßen fahren, in denen die Software arbeitet, zu der man beigetragen hat.

Karlheinz: Das Schöne an der Informatik ist, dass man in einem Bereich arbeiten kann, der einem Spaß macht und ein höheres Ziel verfolgt. Wir von der AID glauben, dass wir den Luxus haben, nicht nur zu arbeiten, sondern einer Lebenserfüllung nachzugehen. Autonomes Fahren beeinflusst unsere Zukunft und unsere Gesellschaft und gibt einem so die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung und Mitgestaltung der Welt von morgen.

Die Zukunft der Mobilität gestalten

Stressfrei in der Stadt – mit den Innovationen der AID für das intelligente autonom fahrende Auto von morgen. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Marken wird die Technologie eine wichtige Rolle für die zukünftige Mobilität wie Robotertaxis spielen.

Zu Besuch in den Büroräumen der AID: Die Mitarbeiter geben nicht nur am Tischkicker Vollgas, sondern auch bei der Entwicklung der automobilen Zukunft. Das Ziel der Firma: völlig autonomes Fahren bis 2021.

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Gemeinsame Aktionen wie Fußballschauen zur WM gehören zum Alltag der AID.

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Das Team der AID arbeitet engagiert an dem Unternehmensziel, Lösungen für völlig autonomes Fahren zu entwickeln.

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